Auf dieser Seite beschreibe ich Basismaßnahmen der Ersten Hilfe bei einigen Verletzungen oder Erkrankungen unseres Hundes. Dieses Thema wird fortlaufend ergänzt.
Unfall-/Krankheitsverhütung
- Grundausbildung des Hundes (z. B. Begleithundprüfung)
- In Straßennähe anleinen
- Bedenke: Der Hund handelt instinktiv, nicht vernünftig.
- Vollständiger Impfschutz
- Fressen und Saufen nur zu Hause
- Keine
(Geflügel)Knochen zum Fressen geben
- Kein rohes Schweinefleisch zum Fressen geben
- Tägliche Fressration auf mindestens zwei Portionen aufteilen (Morgens/Abends)
- Mit vollem Bauch nicht toben
- Nicht mit Holzstöcken spielen
- Hund,
insbesondere im Sommer, nicht im Auto alleine lassen
Allgemeine Maßnahmen
Bleiben Sie ruhig, der Hund ist bereits aufgeregt
- Sprechen Sie im ruhigen, langsamen Ton mit dem Hund
- Leinen Sie den Hund an
- Ggf. Maulbinde
- Überlegen Sie, welche Verletzungen der Hund haben könnte
- Leisten Sie die gelernte Erste Hilfe
- Bringen Sie den Hund zum Tierarzt
Maulbinde
Schlinge aus
Dreiecktuch, Hundeleine o.ä. breitem Material um den Fang binden. Knoten nach
oben, unter dem Maul kreuzen und hinter dem Kopf festknoten.
Nicht
anzuwenden bei:
Bewusstlosigkeit
Atembeschwerden/Nasenbluten
Hitzschlag
Erbrechen
Herz-/Kreislaufbeschwerden
Verletzungen am Fang oder Kopf
Wundversorgung
sitzend:
Verletzungen
im Bereich am Kopf, Hals oder Rücken
stehend:
Verletzungen
am Rumpf, obere Extremitäten und der Rute
liegend:
Verletzungen
der unteren Extremitäten, (Pfoten)
Blutende Wunden
Erkennen
- Offene Verletzung
- Blut
- Schwellung
Gefahr
- Infektion
- Schock
- Verbluten
Handeln
- mit fließendem kaltem Wasser spülen
- im Wundgebiet Haare entfernen (soweit möglich)
- Verband anlegen, Zehen und Ohren zwischenpolstern
- Ggf.
Druckverband – nicht abbinden!!
Druckverband
- Wunde (steril) abdecken
- Druckpolster auflegen (z.B. Verbandpäckchen)
- Binde ohne besonderen Zug darüber binden
- mit Pflasterstreifen am Fell sichern
ErkennenSchnitt-
und Risswunden
- Blutung
- Schnittwunde: glatte Wundränder
- Risswunde: gefranste Wundränder
Gefahr
- Schock
- Infektion
- Verletzung tieferliegender Regionen
- (Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke)
Handeln
- Kratzen, Scheuern, Lecken verhindern
- Wundverband - ggf. Druckverband
- Ggf. zum Tierarzt
- Humpeln
- Schonen der Pfote (hochheben)
- Blutung
Gefahr
- Infektion
- Verschlimmerung
Handeln
- kleine Fremdkörper entfernen
- Wunde mit Kompresse abdecken
- Zehen mit Watte o.ä. zwischenpolstern
- Watte o.ä. um die Pfote wickeln (Polster für Daumenkralle)
- 1-2 Elastische Mullbinden bis über das erste Gelenk wickeln
- Verband mit Klebestreifen am Fell sichern
- Pfotenunterseite ebenfalls mit Klebestreifen sichern
Wichtig: Mit
ungepolstertem Verband darf der Hund keinesfalls laufen!
Wundgelaufene
Pfoten
- mit Wasser kühlen
- wenn, dann nur wenig laufen lassen
- auf weichen Untergrund laufen lassen
- ggf. Pfote mit Socke vor Verschmutzung und Lecken schützen
- ggf. Pfotenverband